![]() |
||
| Schaut her, schaut her, ihr Leute.“ Prinz Yuls I. (2..v.l.), Prinzessin Aileen I. (2. v. r.), Hofmarschall Sami und Pagin Paula sangen und tanzten sich in die Herzen des Duisburger Publikums. | ||
| Foto: Alexandra Roth | Funke Foto Service. |
DUISBURG. Der Hauptausschuss Duisburger Karneval hat die neue Kinderprinzen-Crew ins Amt eingeführt.
Der Jubel war geradezu ohrenbetäubend. Mit frenetischem Beifall, Schreien und Trillerpfeifen feierten mehr als 400 Menschen am Sonntagnachmittag vier neue Stars des Duisburger Karnevals. Im Huckinger Steinhof wurden Prinz Yuls I. Grothuysen, Prinzessin Aileen I. Lyx, Hofmarschall Sami Belaheen (alle 12) und Pagin Paula Rühl (11) in ihr Amt als oberste Repräsentanten des närrischen Nachwuchses für die Session 2026 eingeführt. Bei ihrer Kürung bewies die neue Kinderprinzen-Crew mitreißenden Charme und viel Talent.
Nachdem Michael Jansen, Präsident des Hauptausschuss Duisburger Karneval (HDK), das Schüler-Quartett mit den entsprechenden Insignien ausgestattet hatte, bewies der Hofstaat, dass er mit seinen insgesamt 47 Lebensjahren schon fast genauso viel närrische Erfahrung besitzt. Falls Yuls, Aileen, Sami und Paula Lampenfieber hatten, so war davon auf der Bühne jedenfalls nichts zu spüren.
„Schaut her, schaut her, ihr Leute“, sangen und tanzten sie zur Melodie des Höhner-Titels „Pass op, pass op, Prinzessin“ und verwandelten ihn in eine Hymne an den Duisburger Karneval um. Prinz Yuls kokettierte mit dem Publikum. „Wollt ihr noch was hören?“ Und ob das Publikum, das wollte. „Da habt ihr aber Glück gehabt, dass wir noch einen haben.“
Einen? Noch drei Lieder brachten die Kinder zu Gehör, darunter auch einen Titel, der das Sessionsmotto des HDK aufgreift: „Europa im Herzen, Konfetti im Blut“. Danach durften die Tollitäten erste Orden verleihen. Allen voran lobte der so geschmückte Oberbürgermeister Sören Link die neuen Repräsentanten: „Duisburg hat einen starken Nachwuchs.“
Wo die Kinder so viel närrische Erfahrung herhaben? Die Antwort lautet: von der KG Alle Mann an Bord. Die Heimatgesellschaft des Hofstaats gehörte zu den ersten Gratulanten. Die Mini-Garde der „Blauen Jungs“ und Mädels feierte die vier Würdenträger, die in dieser Session die Stadtfarben tragen, mit einer beeindruckenden Tanzdarbietung.
Das gut zweistündige Programm, das sich vor allem an die Menschen in den ersten Reihen richtete – dort saßen Kinder – wurde von humorigen Auftritten abgerundet. „Der Minze“ alias Andreas Minz sorgte als Bauchredner mit seiner Puppe „Knödel“ für Lacher. Knödel hat in seinem Zauber-Schlafsack übrigens einen Kühlschrank, in dem immer ein kühler Kakao steht. Da schauten einige Karnevalisten ein wenig neidisch. Sie würden den Kühlschrank allerdings kaum mit Kakao füllen.
Clown Olli, der eigentlich Olliver Müller heißt, führte die Kinder in ein Märchenland. Und zeigte dabei nicht nur schöne Tricks, sondern offenbarte auch ein persönliches Problem: „Ich kann einfach nicht loslassen.“ Was man beim Jonglieren mit Bällen allerdings schon können sollte. Schließlich schaffte er es mithilfe des Publikums doch.
Die Kinderprinzenkürung fand übrigens erstmals im Huckinger Steinhof statt. Und das, obwohl der eigentlich noch Betriebsferien hatte. Dafür gab es einen großen Dank von Michael Jansen an das Team des Kulturzentrums in Huckingen. Die Reaktion des Publikums auf den Ortswechsel war überwiegend positiv. Viele fanden, dass die Kinderprinzenkürung in einer passenden und würdigen Location angekommen sei.